Im Rahmen unseres EIP-Projektes „Direktsaat im Forst“ haben wir innovative Verfahren in der forstwirtschaftlichen Praxis getestet

Problemstellung und Handlungsbedarf:

Die deutsche Forstwirtschaft steht vor der beispiellosen Herausforderung, geschädigte und/oder zerstörte Wälder (verursacht durch Kalamitäten, sich ändernde klimatische Bedingungen und auch immer mehr Waldbrände etc.) wieder aufzuforsten. In Anbetracht dessen haben wir gemeinsam in unserem Konsortium ein Forschungsprojekt mit dem Namen „Direktsaat im Forst“ initiiert. Das Projekt wurde im Rahmen der strategischen Innovationsförderung von der EU und dem Land Niedersachsen umfassend unterstützt. Ziel des Projektes war das Testen und die Validierung der Direktsaat – in Abgrenzung zur klassischen Pflanzung von mehrjährigen Setzlingen – um damit ein weiteres und alternatives Pflanzverfahren im Wald zu ermöglichen.

Die Herausforderungen bei der Direktsaat bestehen typischerweise darin, dass das Saatgut schneller unter Trockenheit leidet und somit geringere Anwachsraten aufweist. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, nutzten wir in diesem Projekt ein BioTec-basiertes Produkt, um die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu erhöhen, und legten mit einer Pelletierung des Saatguts ein Nährstoffdepot direkt am Keimling an.

Teilnehmer des Projektes

Um dieses Innovationsprojekt zu ermöglichen, war es unser explizites Ziel, unterschiedliche Teilnehmer der Forstwirtschaft zusammenzubringen, um somit schnell zu lernen und erzielte Forschungsergebnisse zügig in die Praxis umzusetzen.

Die Teilnehmer dieser Projektgruppe waren:

  • Die Müller Münchehof GmbH (ansässig in 38723 Seesen) ist als Forstbaumschule ein Unternehmen der forstwirtschaftlichen Urproduktion und übernahm in diesem Projekt die Rolle des Projektkoordinators.
  • Die Forstverwaltung von dem Bussche-Ippenburg (ansässig in 49152 Bad Essen) stellte mit umfangreichem Forstbesitz eine Testfläche für das Projekt bereit, um somit den Ansatz in unterschiedlichen Umgebungen (Bodeneigenschaften, Gelände, Vegetation, Fauna etc.) zu validieren. Außerdem war das Know-how der Forstverwaltung sehr wertvoll, um eine bestmögliche Anpassung des Versuchsaufbaus zu ermöglichen.
  • SilviBio Ltd. brachte als Start-up (ansässig in Schottland) seine innovativen Produkte im Kontext der Boden- bzw. Saatgutvorbereitung ein. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über sehr fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet der nachhaltigen und naturbasierten Biotechnologie für die Land- und Forstwirtschaft.

Die Teilnehmer des Projektes sind Experten auf ihren Gebieten. Gemeinsam haben wir das Projekt „Direktsaat im Forst“ von Juni 2023 bis Juni 2026 durchgeführt. Die Ergebnisse stehen auf der Seite Innovationsprojekt Direktsaat.